Kurt Gödel war ein gläubiger Mensch. „In der Religion liegt viel mehr Vernunft als man gewöhnlich glaubt“, schrieb der 1906 geborene österreichische Mathematiker. Und doch versuchte er, die Existenz Gottes zu beweisen – mit Hilfe eines Systems von zwölf Postulaten, die er um das Jahr 1941 formulierte und in den folgenden Jahrzehnten verbesserte. Zu jener Zeit lebte Gödel in Princeton, nachdem er vor den Nazis in die USA geflohen war.

Gödels Leben endete tragisch: Er entwickelte eine Paranoia und lebte in ständiger Angst davor, vergiftet zu werden. Seine Frau Adele musste deshalb alle Speisen vorkosten. Als ein Schlaganfall sie 1977 in den Rollstuhl zwang, musste sie hilflos zusehen, wie ihr Mann regelrecht verhungerte. Er starb 1978.

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