Zürich/Köln - 1889 registrierte der deutsche Geophysiker Ernst von Rebeur-Paschwitz zum ersten Mal ein Erdbeben aus der Ferne: Mithilfe zweier Horizontalpendel, in Potsdam und Wilhelmshaven, zeichnete er ein Beben auf, das im rund 9000 Kilometer entfernten Japan geschah. Er gilt damit als Begründer der Seismologie, jener Disziplin, die sich mit Erdbeben und der Ausbreitung seismischer Wellen in Festkörpern beschäftigt.

In den folgenden Jahrzehnten haben Wissenschaftler mithilfe seismologischer Messungen den Aufbau der Erde ergründet. Der Hintergrund: Die durch die Erdstöße ausgelösten Wellen breiten sich in verschiedenen Schichten des Untergrunds unterschiedlich schnell aus. Die Analyse der Laufzeiten sowie einiger anderer Messwerte lässt somit Rückschlüsse auf die Struktur des Erdinneren zu. Dank solcher Arbeiten wissen wir heute, dass die Erde in Schichten aus Kruste, Mantel, Kern und innerem Kern aufgebaut ist.

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