In AV-Receivern steckt jede Menge Klangtechnik.
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BerlinHerzstück eines jeden Heimkinos ist der Audio-Video-Receiver, kurz AV-Receiver. Wer sich so ein Gerät zulegen möchte, sollte drei Ausstattungsmerkmalen besondere Beachtung schenken: der Netzwerkfähigkeit, der Anzahl der Verstärker, die auch die Zahl der anschließbaren Lautsprecher bestimmt, und dem Radioempfang, rät die Stiftung Warentest in einem Vergleich von einem Dutzend AV-Receivern („test“-Ausgabe 10/20).

Geräte mit Wlan- oder LAN-Kabel-Anschluss haben mehrere große Vorteile: Sie können auf Internetradiosender oder Musikstreamingdienste zugreifen. Selbst die Musiksammlung auf der Netzwerkfestplatte kann darüber abgespielt werden. Denn AV-Receiver sind ja gleichzeitig auch immer noch Stereo-Verstärker.

Das Streamen klappte im Test nicht nur mit der Fernbedienung, sondern auch problemlos per Smartphone-App. Ein weiterer Wlan-Vorteil: Darüber lassen sich rückwärtige Lautsprecher teils kabellos verbinden, wenn diese auch Wlan-fähig sind.

Käufer in spe sollten auch vorher wissen, wie viele Boxen sie anschließen möchten. Für Raumklang muss der Receiver mindestens fünf Lautsprecher und einen Subwoofer (5.1) speisen können.

Meist lässt sich sogar noch ein zusätzlicher Subwoofer anschließen (5.2). Und es gibt auch viele Receiver für sieben Lautsprecher und zwei Subwoofer (7.2), bei denen die zwei zusätzlichen Lautsprecher für ein noch feineres Rundum-Klangerlebnis sorgen.

Für alle, die sich beim Radioempfang nicht allein auf Internetstationen verlassen wollen: Receiver bieten traditionell analogen UKW-Empfang. Das digitale Radio DAB+ unterstützten im Test allerdings nur drei Geräte. Hier muss man im Zweifel die Ausstattungsliste genau unter die Lupe nehmen. Gleiches gilt für alle, die einen Plattenspieler an den AV-Receiver anschließen möchte. Einen Phono-Eingang hat nur gut die Hälfte der getesteten Geräte.

Viel falsch machen können Käufer ansonsten aber nicht: Elf der zwölf Testgeräte erzielten die Note „gut“. Und klanglich erreichten fast alle AV-Receiver „sehr gut“ – meist sowohl beim Raumklang als auch beim Stereo-Betrieb mit zwei Lautsprechern.

Die besten Gesamtnoten (jeweils 1,8) erhielten die 5.2-Geräte Denon AVR-S650H (ab 315 Euro) und Marantz NR1510 (ab 475 Euro), dicht gefolgt vom DAB+-fähigen 7.2-Gerät Denon AVR-X1600H DAB (ab 420 Euro) und dem 5.2-Gerät Yamaha RX-485 (ab 370 Euro). Beide erhielten die Gesamtnote 1,9. Alle vier genannten Geräte sind netzwerkfähig.

Bereits im Februar hatte das Magazin „Chip“ 16 AV-Receiver getestet.  „Wir sind zuversichtlich, dass der Yamaha RX-V685 das beste Modelle für diejenigen ist, die sich ein Heimkinosystem zulegen oder ihres aufrüsten wollen“, lautete die Bilanz. Und die Begründung: „Der Yamaha bietet exzellente Klangqualität für Surround oder Stereo und unterstützt guten, drahtlosen Surround-Sound über Rücklautsprecher. Der Receiver verfügt über fünf HDMI-Eingänge, die mit den aktuellen HDR-Standards kompatibel sind, sowie über integriertes Bluetooth, AirPlay und unterstützt darüber hinaus die wichtigsten Musikstreaming-Dienste.“