Eins von Tausenden „Aschebüchern“ vor der Restaurierung: Der Rand ist zwar verbrannt, doch die Seiten sind noch lesbar und zu retten.
Foto: Uta Baier

Weimar - Niemand wünscht sich Katastrophen. Und doch wachsen manche an ihnen. Zum Beispiel die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar. Bevor es am Abend des 2. September 2004 dort brannte und 50.000 Bücher vernichtet und weitere 118.000 schwer beschädigt wurden, waren jährlich etwa 13.000 Besucher in den kleinen, architektonisch sehr harmonischen Rokoko-Bibliothekssaal gekommen. Der Brand machte ihn weithin bekannt. Seit seiner Rekonstruktion und Wiedereröffnung 2007 werden jährlich 80.000 bis 90.000 Besucher gezählt. 2019 waren es sogar 93.785 – obwohl in den Regalen große Lücken klaffen und das einheitliche Bild einer historischen Büchersammlung durch moderne, neutral-graue Einbände deutlich gestört ist.

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