Berlin - Im Jahr 2000 erschien mit „Hitman“ das erste Spiel um den in einem Genlabor erschaffenen Auftragskiller Agent 47. Das Spielprinzip ist seitdem fast dasselbe geblieben: In immer unterschiedlichen Szenarien muss Agent 47 eine bestimmte Person möglichst unauffällig aus dem Leben befördern. Ein ziemlich makabrer Spielspaß.

Nun ist „Hitman 3“ für die neueste Konsolen-Generation erschienen und verspricht knifflige Missionen unter anderem in Dubai, Berlin oder in der englischen Region Dartmoor.

Kein Erfolg mit Rumballern

Die Spieler steuern Agenten 47 aus der Dritten-Person-Perspektive. Zuerst wird – so gut es geht – die Umgebung um die Zielperson herum ausgekundschaftet. „Hitman 3“ ist kein Spiel, in dem man mit gezogener Waffe herumläuft und mit großem Getöse haufenweise Gegner niedermäht. Die Devise lautet: Schieße so wenig wie möglich, schone das Leben von Unbeteiligten und bleibe vor allem unentdeckt.

Trailer: IGN

Manchmal dauert es tatsächlich eine ganze Weile, bis man sich an eine Zielperson herangeschlichen hat – teilweise auf ungewöhnliche Weise. So muss etwa in einer Mission erst das Vertrauen des Opfers hergestellt werden, in dem man sich selbst als Ermittler in einem Mordfall ausgibt und tatsächlich zunächst kriminalistisch tätig werden muss. Das ist originell und sehr herausfordernd zugleich.

Nur, wer sich nicht wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen verhält und die Zielperson möglichst elegant ausschaltet, erzielt in der abschließenden Punktebewertung ein gutes Ergebnis. Zum Freischalten neuer Missionen und Ausrüstungsgegenstände ist dies unerlässlich.

Und das Bild von Berlin? Jugendliche Club-Atmosphäre mit der typischen Hinterhof-Romantik. An den Wänden sind Graffitis zu sehen, die Gassen sind dunkel und unübersichtlich. Irgendwo ist ein Drogendealer unterwegs, auch ein Pizzabote hat eine nicht unwichtige Funktion. Und natürlich gibt es in dem angesagten Club auch einen Bereich für den eine Zugangskarte unerlässlich ist. Der offensichtlich dem Berghain nachempfundene Club heißt hier „Hölle“, liegt allerdings außerhalb der Stadt, sodass der Spieler sich von einem Hügel aus dem Zielort nähert.

„Hitman 3“ ist kein Spiel für Zartbesaitete: Um die jeweiligen Zielpersonen ins Jenseits zu befördern, stehen neben einer ganzen Reihe Schusswaffen auch Gifte oder etwa eine Klaviersaite zur Verfügung. Das ist ganz schön brutal. Zu Recht hat das Spiel keine Freigabe für Kinder oder Jugendliche. Und was meine andere Kritiker? Bei Gamestar heißt es: „Hitman 3 ist ein ‚Best-of‘ all der Konzepte, die vor fünf Jahren ihren Anfang nahmen. Wo die beiden Vorgänger noch viele frische Ideen und Ambitionen auf den Tisch brachten, führt das Finale etablierte Stärken zu einem runden, guten Showdown, ohne jetzt noch große Experimente zu wagen.“

„Hitman 3“ mit Freigabe ab 18 Jahren erscheint für PC, Nintendo Switch, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One und Xbox Series, Preis: etwa 60 Euro.