Berlin„Homeoffice“ wäre eigentlich auch ein gutes „Wort des Jahres“ gewesen, aber erstaunlicherweise hat es der Begriff nicht einmal unter die besten zehn geschafft, stattdessen tauchen dort Wörter wie „Geisterspiel“ oder „Triage“ auf. Aber sei’s drum, die Büroarbeit hat sich in den vergangenen Monaten mit rasanter Geschwindigkeit verändert. Den Arbeitnehmern scheint das zu gefallen, nur vielen Arbeitgebern wird bei dem hohen Tempo offensichtlich mulmig. Das zeigt eine Studie der Initiative D21 zur Digitalisierung, die vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wurde.

Nach der Befragung haben nur 25 Prozent der Führungskräfte den Wunsch, dass ihre Mitarbeiter nach der Corona-Krise mehr im Homeoffice arbeiten als zuvor. Zum Vergleich: Bei den Arbeitnehmern liegt der Anteil bei 50 Prozent, die den Wunsch haben, in Zukunft mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Und sie scheinen sich sogar richtig wohlzufühlen, denn 59 Prozent der Befragten sagten, dass sie weniger Ablenkung durch Kollegen, Meetings und Konferenzen erlebt hätten und deshalb effizienter arbeiten konnten. Nur 20 Prozent gaben an, dass ihnen die Selbstorganisation im Homeoffice insgesamt schwergefallen sei. 17 Prozent sprachen von Stress am Schreibtisch zu Hause.

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