Wenn die Fortpflanzungsphase abgeschlossen ist, altert das einzelne Lebewesen und stirbt schließlich. Aus menschlicher Sicht scheint das hart. Evolutionär betrachtet ist es notwendig: Das Alte muss dem Neuen Platz machen. Allerdings hat die Menschheit durch Hygiene, bessere Ernährung und medizinische Fortschritte in einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne die Phase der Alterung in einem nie dagewesenen Ausmaß verlängert. Seit 1900 ist die Lebenserwartung im weltweiten Durchschnitt von etwa 30 Jahren auf rund 71 Jahre gestiegen. In Deutschland können heute geborene Jungen im Durchschnitt über 78 Jahre alt werden, Mädchen sogar über 83.

Heutige Ältere sind zwar im Allgemeinen gesünder und fitter, als es die vorherige Generation im entsprechenden Alter war. Dennoch hat die längere durchschnittliche Lebenszeit – zusammen mit dem steigenden Bevölkerungsanteil älterer Menschen infolge rückgängiger Kinderzahlen – dazu geführt, dass sogenannte altersbedingte Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Arterienverkalkung und Herzinfarkt immer häufiger auftreten. Daraus ergeben sich neue Forschungsfragen: Was bewirkt eigentlich, dass wir altern? Wie sind die biologischen Alterungsprozesse mit der Entstehung altersbedingter Erkrankungen verbunden? Und vor allem: Wie können wir länger gesund bleiben?

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