Berlin - Frauen und Queers sind in einer patriarchalen Gesellschaft nicht sicher. 2020 registrierten die Sicherheitsbehörden in Deutschland rund 782 LSBTI-feindliche Straftaten, die Dunkelziffer wird um nicht weniger als 80 Prozent höher geschätzt. In vielen Fällen kommt es nicht zur Anzeige oder die Tat wird nicht als das erfasst, was sie ist: geschlechtsspezifisch.

Im Schnitt wird in Deutschland laut Juristinnenbund jeden Tag eine Frau Opfer eines versuchten Mordes durch ihren Partner, meist im Zuge der Trennung. Jeden dritten Tag „gelingt“ ein solcher Versuch. Doch das Strafgesetzbuch kennt keine Femizide. Im Gegenteil, wenn die vorangegangene Trennung von der (getöteten) Partnerin ausging, mildert dieser Umstand das Strafmaß für den Täter. Er habe schließlich aus Verlustängsten gemordet. Die Frau ist damit Eigentum. In dieser Logik ist also besser sie tot als er allein.

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