Was macht man am besten mit einem Feuerfisch? Für Castro Perez gibt es darauf nur eine Antwort: „Essen!“ Das Fischrestaurant in Oranjestad, der Hauptstadt der Karibik-Insel Aruba, hat das dekorative Tier leider nicht auf der Speisekarte. Also muss man dem Leiter der örtlichen Naturschutzprojektes Aruba Reef Care einfach so glauben, wenn er von dessen kulinarischen Qualitäten schwärmt: „Egal, ob als Suppe oder gegrillt, die Viecher schmecken richtig gut.“

Das ist allerdings nicht der Hauptgrund, warum Castro Perez und seine Mitstreiter in jeder freien Minute auf Feuerfisch-Jagd gehen. In erster Linie versuchen sie, eine Invasion aufzuhalten. Denn eigentlich hat Pterois volitans, der Pazifische Rotfeuerfisch, in den Gewässern vor ihrer Insel gar nichts zu suchen. Erst im Jahr 2009 ist er dort zum ersten Mal aufgetaucht. Und seither macht sich der Räuber mit gewaltigem Appetit über die heimische Meeresfauna her. Nun wollen ihn die passionierten Taucher mit Harpunen und Kochkunst stoppen, bevor er sämtliche Korallenriffe leer- gefressen hat. Ein ehrgeiziges Unterfangen. Denn die Art gilt als einer der erfolgreichsten tierischen Invasoren der Welt.

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