Die Bilder sind bedrückend. Seit Monaten hat es im Norden Kolumbiens nicht mehr geregnet. Wo sonst Plantagen mit tropischen Früchten prangen, brechen die Böden vor Trockenheit auf. Auch in anderen Regionen der Hemisphäre herrscht Dürre. In Brasilien bedroht sie die Zuckerrohrernte, in der Karibik lässt sie Kaffeesträucher verdorren. Die nationalen Medien machen das Klimaphänomen El Niño dafür verantwortlich. Auch Wissenschaftler weltweit, wie der Deutsche Wetterdienst, sagten für 2014/2015 ein starkes El-Niño-Ereignis voraus.

Die Wiege von El Niño liegt im tropischen Pazifik. Normalerweise streifen kräftige Passatwinde über den riesigen Ozean und drücken warmes Wasser von den Küsten Südamerikas in Richtung Asien und Australien. Die Folge: Regen in Asien und Trockenheit an den Küsten Chiles und Perus. Wie ein Sog wird dort kaltes Wasser aus der Tiefe gezogen, das nährstoffreiches Plankton mit sich bringt. Deshalb zählen die pazifischen Küstengewässer Südamerikas zu den fischreichsten der Welt.

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