Zu seinen Spitzenzeiten wog Björn Brusgatis 318 Kilogramm. Selbst bei seinem Gardemaß von 2,05 Meter war das extrem. Wie konnte es dazu kommen? Im Verlauf seiner Tätigkeit als IT-Systemberater geriet der heute 35-Jährige immer mehr unter Stress. Und den glich er durch Essen aus. Irgendwann bestand eine normale Portion für ihn aus anderthalb Paketen Nudeln, einem Kilo Fleisch und einem Glas Gemüse. „Und trotzdem stellte sich kein Sättigungsgefühl ein“, berichtete er kürzlich auf einem Workshop des bundesweiten Kompetenznetzes Adipositas in Berlin.

In der Phase mit den Unmengen Nudeln war Brusgatis längst an dem Punkt angelangt, an dem der Ratschlag „Reißen Sie sich zusammen, dann klappt das schon mit dem Abnehmen“ vollkommen sinnlos war – oder ihn noch mehr zum Rückzug in sich selbst getrieben hätte. Er litt an einer chronischen Erkrankung: Adipositas, auch Fettleibigkeit oder Fettsucht genannt. Sie ist nach aktuellen Erkenntnissen nur mit einem langfristig angelegten Programm behandelbar.

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