Symbolische Atommüllfässer im Wald unweit von Gorleben. Zurzeit wird nach einem Endlager für den deutschen Atommüll gesucht.
Foto: dpa/Philipp Schulze

Berlin - In Deutschland wird intensiv nach einem Endlager für Atommüll gesucht. Auch bestimmte Gebiete der Region Berlin-Brandenburg könnten sich aus geologischer Sicht als mögliches Endlager eignen, heißt es. Das wirft wieder einmal die grundlegende Frage auf: Was passiert mit dem Atommüll, der ja wegen der langen Zeit des Zerfalls der radioaktiven Abfälle über Zehntausende bis Millionen Jahre sicher gelagert werden muss? Einen eigenen Ansatz verfolgen russische Forscher. Sie glauben, das Atommüll-Problem schrittweise lösen zu können, indem sie einen sogenannten schnellen Reaktor einsetzen, der Atommüll verbrennen kann, wie die Internetseite „Trends der Zukunft“ berichtet.

Der Beitrag berichtet über einen Reaktor des russischen Kernkraftwerks Belojarsk. Dieser sei in der Lage, als Brennstoff Atommüll zu nutzen, der beim Betrieb normaler Atomreaktoren abfalle. Bei dem Reaktor in Belojarsk namens BN-800 komme im Gegensatz zu normalen Reaktoren kein angereichertes Uran zum Einsatz, sondern ein Plutonium-Uran-Mischoxid (MOX). Das Plutonium stamme derzeit aus ehemaligen sowjetischen Atomwaffen. Das bedeutet also: Der Atomreaktor kann große Teile des Atommülls vergangener Zeiten auffressen, um es salopp zu formulieren.

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