In einer bezaubernder Spiele-Umgebung erkundet der junge Hai die Welt und jagt auch gerne Menschen.
Screenshot: Epic Games

Berlin Haie werden in Horrorfilmen gerne als blutrünstige Monster dargestellt, die man jagen und töten muss. Eine etwas einseitige, unfaire Darstellung. Das Computerspiel „Maneater“ dreht den Spieß um.

In dem Spiel schlüpft man in die Rolle eines jungen Hais, dessen Mutter gerade vom fanatischen Hai-Jäger Scaly Pete getötet worden ist. Der kleine Hai kommt knapp mit dem Leben davon und hat nur ein Ziel: Rache an Scaly Pete.

Bereits zu Beginn wird deutlich, dass „Maneater“ sich nicht allzu ernst nimmt. Die Inszenierung erinnert sehr an B-Movies. Eine Sprecherstimme kommentiert die Taten des Hais im Stil einer Natur-Dokumentation zum Teil sehr ironisch. Bevor unser Hai sich jedoch mit Scaly Pete beschäftigen kann, hat er alle Flossen voll mit Überleben zu tun.

Ein Baby-Hai steht nämlich ziemlich am Anfang der Nahrungskette. Raubfische, Alligatoren und andere Haie betrachten ihn als Leckerbissen. Zu Beginn seines Abenteuers kann unser Hai sich nur an Kleinvieh wie Schildkröten oder kleine Fische heranwagen, doch das ändert sich bald. Das Spiel erklärt den Fortschritt dadurch, dass der Hai im Laufe der Geschichte immer älter, größer und stärker wird.

In den verschiedenen Gebieten der offenen Spielwelt gibt es eine Vielzahl Wasserlebewesen. Die Areale, in die das Abenteuer den Hai im Laufe der Handlung führt, sind schön anzusehen – ganz gleich, ob über oder unter dem Wasser. Sie stecken voller interessanter, witziger oder skurriler Details. Allerdings gibt es auch viel, unfassbar viel Müll unter Wasser.

Zahlreiche Haupt- und Nebenmissionen warten auf unseren Hai. Das Erfüllen dieser Aufgaben schaltet neue Fähigkeiten frei, mit denen der Hai an Kraft gewinnt. Sehr nützlich ist auch eine Art Sonar, mit dem sich die Umgebung auf interessante Objekte oder Beute scannen lässt. Es gibt spezialisierte Gebisse und Organe, die Gift verspritzen oder elektrische Schläge austeilen können.

Die meisten Menschen, denen der Hai begegnet, sind ziemlich feiste Gestalten, die auf Luftmatratzen oder Tretboten auf dem Wasser unterwegs sind. Ist kein Opfer im Wasser, kann der Hai auch an Land springen und gewisse Strecken hüpfend zurücklegen. So landet er schon mal in einem Swimming-Pool oder taucht in einem See auf dem Golfplatz auf. Verspeist der Hai Menschen, erscheinen rasch Jäger, die das Tier töten wollen. Natürlich kann der Hai auch die verspeisen und so seinen Ruf als Menschenfresser steigern, was weitere, erfahrene Jäger aktiv werden lässt. Der Hai kann zubeißen oder mit der Schwanzflosse Hiebe austeilen. Die wilden Beißereien sind allerdings nichts für empfindliche Gemüter.

„Maneater“: Entwickler: Tripwire Interactice Publisher: Koch Media. PC, PS4, Xbox One, Preis: ab 30 Euro, freigegeben ab 18 Jahren.