Tot. Seelenlos. Anders lassen sie sich nicht beschreiben, die grauen Feuchtpräparate in den Gläsern, die zu Hunderten im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité stehen. Sie zeigen in Scheiben geschnittene Gehirne, Zystenlebern, tuberkulöse Lungen, fehlentwickelten Föten. Alle säuberlich konserviert in der Präparatesammlung, die 1899 vom Pathologen Rudolf Virchow angelegt worden war – im Dienste der Wissenschaft. Die moderne Medizin hat ihm und seinen Nachfolgern viel zu verdanken.

Doch wo ist die Seele? Man findet sie nicht in dieser streng naturwissenschaftlich ausgerichteten Anatomie. Zum Beispiel beim Herzen. Sein Aufbau als Blutpumpe und seine Krankheiten sind gut zu erkennen. Aber dass das Herz der Sitz der Seele sein soll, kann man sich kaum vorstellen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.