Ubisoft-Firmenchef Yves Guillemot sprach von toxischem Verhalten innerhalb des Konzerns, es kam auch zu ersten Rücktritten.
Foto: Imago/Vincent Isore

Berlin - Offensichtlich wollte Ubisoft-Geschäftsführer Yves Guillemot vor der Präsentation der neue Computerspiele Klarheit schaffen. Viele Menschen hatten seit Wochen auf eine Erklärung gewartet, wie es dazu kommen konnte, dass Sexismus und übergriffiges Verhalten in dem multinationalen Konzern über Jahre hinweg offensichtlich stattgefunden hatten und auch geduldet worden waren. Im Juni waren diverse Vorwürfe gegen einzelne Manager der Computerspiele-Schmiede laut geworden. 

Es ging um eine ganze Bandbreite des Fehlverhaltens von anzüglichen Bemerkungen bis zu sexuellen Übergriffen. Anfang Juli machte Guillemot die Aufklärung der Angelegenheit zur Chefsache. Am Sonntag meldete er sich dann öffentlich zu Wort. „Ubisoft war nicht in der Lage, seinen Mitarbeitern eine sichere und integrative Arbeitsumgebung zu garantieren. Dies ist nicht akzeptabel“, erklärte Guillemot in einer schriftlichen Mitteilung. Er sprach von toxischem Verhalten, das im Widerspruch zu den Werten des Unternehmens stehe. „Ich bin entschlossener denn je, tiefgreifende Veränderungen durchzuführen, um unsere Unternehmenskultur zu verbessern und zu stärken“, sagte er.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.