Die Aussage erregte Aufsehen: „Warum die meisten publizierten Forschungsergebnisse falsch sind“. So lautete der Titel eines Artikels, der 2005 in einem medizinischen Fachjournal erschien. Sein Autor war der griechisch-amerikanische Mediziner John Ioannidis. Dieser zeigte anhand von mathematischen Rechnungen auf, dass die Ergebnisse medizinischer Studien viel zu oft der Überprüfung nicht standhalten, nicht mehrfach reproduzierbar sind.

Das müssten sie aber sein, wenn auf ihrer Grundlage neue Medikamente und Therapien entwickelt werden sollen. Der Artikel mit der provokativ zugespitzten Überschrift wurde tausendfach zitiert. Seit 2014 leitet Ioannidis an der US-amerikanischen Stanford University ein eigenes Institut (Metrics), das sich mit wissenschaftlicher Qualität befasst.

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