BerlinVor wenigen Monaten machten Archäologen der University of Arizona einen spektakulären Fund: Sie entdeckten die älteste und gleichzeitig größte Monumentalanlage der Maya. Der Zeremonialkomplex Aguada Fénix im Bundesstaat Tabasco veränderte nicht nur das Bild von den frühen Maya, sondern bildet offenbar auch ein Bindeglied zur älteren Olmeken-Kultur in San Lorenzo, dem frühesten Zeremonialzentrum Mesoamerikas am Golf von Mexiko. 

Spektakulär war aber auch, wie den Forschern die Entdeckung gelang. Auf Satellitenaufnahmen wäre der Bau, der von dichtem Urwald überzogen ist, nicht zu erkennen gewesen. Doch mithilfe von Lidar konnte die Struktur sichtbar gemacht werden. Bei der Technik, die auch bei Roboterfahrzeugen zum Einsatz kommt, senden Laserscanner einen Laserstrahl aus, der von einem Objekt – etwa einer Säule oder dem Boden – reflektiert wird. Aus der Zeit, die vergeht, bis das Lichtsignal an den Sensor zurückgeworfen wird, errechnet eine Software den Abstand und die Koordinaten des Oberflächenpunkts in einem Gitternetz. So ist es möglich, eine Reliefkarte zu erstellen.

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