Berlin -  Vor wenigen Tagen hat Apple angekündigt, auf seine iCloud hochgeladene Fotos nach kinderpornographischem Material zu durchsuchen. Das System nutzt dafür ein kryptographisches Verfahren, bei dem Fotos mithilfe eines Algorithmus, einer sogenannten Hashing-Funktion, ein Zahlenwert zugeordnet wird. Diese Zeichenkette ist so etwas wie der Fingerabdruck eines Fotos. Damit lässt sich ein Bild eindeutig identifizieren – so wie ein Produkt im Supermarkt mit einem Strichcode. Ein Foto mit Sonnenuntergang wird zum Beispiel in einen binären Code aus Einsen und Nullen verwandelt.

Mit dem Software-Update zum Betriebssystem iOS 15, das im September veröffentlicht wird, laden Nutzer eine Datenbank bekannter Hashes herunter, die bereits identifizierten kinderpornografischen Fotos zugewiesen werden konnten. Diese nicht lesbare Zahlen- und Buchstabenkette wird sicher auf dem Gerät gespeichert. Man kann es sich wie eine verschlüsselte Liste von Ausweisnummern vorstellen, die diskret auf dem iPhone abgelegt wird. Nur, dass es sich nicht um verdächtige Personen handelt, sondern um strafbewehrte Bilder.

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