Nachdem Kara Schiffbruch erlitten hat, kämpft sie auf einer traumhaften Insel ums Überleben.
Foto: Koch Media

BerlinEntspanntes Reisen sieht anders aus: Mitten auf dem Meer erleidet die junge Frau Kara Schiffbruch und wird an den Strand einer einsamen Insel gespült. Dort muss sie schon bald ums Überleben kämpfen - denn auf der Insel lauern wilde Tiere, bösartige Monster und viele andere Gefahren. So beginnt „Windbound“, ein neues Abenteuerspiel des australischen Entwicklers 5 Lives Studios.

Vor fünf Jahren entwickelte das kleine australische Team seinen gelungenen Debüt-Titel „Satellite Reign“. Nach dem Strategie-Rollenspiel folgt nun mit Windbound ein Survival-Abenteuer mit einem für dieses Genre untypischen Konzept, bei dem die Spieler sich, anstatt in einer festen Basis sesshaft zu werden, auf eine große Reise begeben.

Bei ihrer Abenteuerreise ist Kara ganz auf sich allein gestellt, von ihrem Stamm ist sie nach dem Unglück auf See getrennt. Ausgerüstet mit einem kleinen Messer, muss die taffe Kriegerin in der Wildnis überleben. Das heißt, in „Windbound“ treffen die Spieler keine andere Figur. Eine Geschichte erzählt der Titel trotzdem: Wer wissen will, warum die Inseln unbewohnt sind, muss dort Ruinen untersuchen und dem geisterhaften Flüstern lauschen, das ab und zu zu hören ist.

Im Mittelpunkt steht aber der Kampf ums Überleben. So gilt es etwa, immer vor Anbruch der Dunkelheit einen geeigneten Unterschlupf zu finden, denn viele der nachtaktiven Tiere sind sehr gefährlich.

Tagsüber wird Kara von der Gejagten zur Jägerin und kann Tiere mit Pfeil und Bogen jagen oder, deutlich unblutiger, Pflanzen sammeln. Danach müssen die Nahrungsmittel über dem Feuer zubereitet werden. Anders als in vielen anderen Spielen ist das keine Beschäftigungstherapie, sondern lebenswichtig.

Um in „Windbound“ Fortschritte zu machen, muss Kara von Insel zu Insel segeln, in einem selbstgebauten Boot natürlich. Der anfangs etwas klapprige Kahn lässt sich im Verlauf des Spiels weiter ausbauen oder verbessern - genau wie Karas Waffen. Die dafür nötigen Materialien finden Spieler in der Wildnis oder müssen sie aus den Körpern gejagter Tiere herstellen. Geschenkt gibt es in „Windbound“ nichts.

„Die Inseln selbst sind bunt und lebhaft gestaltet, das Meer traumhaft blau und ruhig. Vergleichbar ist der Grafikstil von Windbound mit der Optik von The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Die Urlaubsatmosphäre mit heiterer Musikuntermalung und wunderschönem Lichtspiel lädt beinahe zum Sonnenbaden und zu kleinen Segeltrips ein“, urteilt das Fachmagazin PC-Games in seiner Rezension.

Wer es nicht ganz so stressig mag und lieber die schöne, fast wie handgemalt wirkenden Bilder des Spiels genießen will, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Denn „Windbound“ bietet zwei Modi: neben dem Survival-Modus, in dem jeder Fehltritt Karas letzter sein könnte, gibt es den deutlich gnädigeren Storyteller-Modus. 

„Windbound“ von Deep Silver/Koch Media und 5 Lives Studios ist für den PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch und Google Stadia erhältlich und kostet je nach Plattform etwa 30 Euro.