Berlin - Tonnen von Avocados landen derzeit im Müll. Ein Grund: der Shutdown der Gastronomie in der Corona-Pandemie. Die Bauern finden keine Käufer, sie müssen mehr als 50 Prozent ihrer Ernte wegwerfen. Viele von ihnen stehen vor der Insolvenz, da sie meist nur für die Ware bezahlt werden, die auch verkauft wird. Für Helena Gebhart, Jonas Kwaschik und Neville Mchina war diese „Avocadokrise“ nur ein weiteres Zeichen dafür, dass der Überschuss in der Lebensmittelindustrie nicht nur Existenzen, sondern auch die Umwelt bedroht. Die drei Gründer haben daher im vergangenen Jahr das Start-up Invisible Foods ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Mithilfe von Datentechnologie wollen sie weltweit Lebensmittel retten.

Es ist ein sonniger Apriltag in Moabit. Treffpunkt ist der Obst- und Gemüsehändler Calvin Discount. Ingwer, Kartoffeln, Auberginen und Mangos liegen in den Gemüsekisten. Was einem als Käufer dabei nicht bewusst ist: Tonnen von Obst und Gemüse erreichen gar nicht erst die Händler, wie den Discounter in Moabit, sondern werden auf dem Weg vom Feld zum Händler weggeworfen. Dieses Phänomen nennt man auch Lebensmittelverlust, „food loss“.

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