Böse Zungen nennen ihn Penisratte. Zugegeben, mit seiner faltigen, rosigen, nahezu unbehaarten Haut erinnert der nur rund zehn Zentimeter lange Nacktmull tatsächlich ein wenig an ein nicht erigiertes männliches Glied. Nur die beiden überdimensioniert wirkenden Schneidezähne, die ihm aus dem Mund herausragen, die kleinen, dunklen Augen, vier Beine und ein langer, dünner Schwanz stören den Vergleich.

Als eines der angeblich hässlichsten Tiere der Welt hat es der in den trockenen Steppen Ostafrikas beheimatete Nacktmull, der dort in weit verzweigten, unterirdischen Höhlen lebt, bereits zu einiger Berühmtheit gebracht. Wissenschaftler interessieren sich jedoch aus ganz anderen Gründen für die erst auf den zweiten Blick ganz possierlich wirkenden Tierchen: Nacktmulle werden, verglichen mit anderen Nagern, nahezu unfassbar alt, erkranken praktisch nie an Krebs und sind für viele Schmerzen unempfindlich.

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