Berlin - Zugführer, Arzt, Landwirt oder Pilot – in Videospielen kann man in Simulationen mittlerweile fast jeden Beruf virtuell erleben, ohne einen Schritt aus dem Haus zu machen. Auch Bus-Simulationen erfreuen sich seit Jahren steigender Beliebtheit. Der neueste PC-Vertreter „The Bus“ des deutschen Entwicklers TML Studios und Publishers Aerosoft will aber nicht nur eine schnöde Fahrt durch die Pampa abbilden, sondern eine Busreise durch die pulsierende Metropole Berlin im Maßstab 1:1 erlebbar machen.

Ob Brandenburger Tor, Fernsehturm, Kanzleramt, als Fahrer besucht man die Haltestellen mit den Sehenswürdigkeiten und kann sogar zu Fuß die Stadt aus der Ego-Perspektive erkunden. Die Siegessäule ist schon von weitem gut zu erkennen, da auch die komplette Umgebung vertraut wirkt. Fotorealistisch ist das alles noch nicht, aber gerade im Vergleich zu älteren Simulatoren merkt man einen Sprung bei der Darstellung von Vertikalität. Gebäude wirken weniger flach und man bekommt ein Gefühl für die wahren Proportionen der Spots neben dem bloßen Wiedererkennungswert. Und abseits der touristischen Attraktionen haben es auch Steak-Häuser und Nordsee-Restaurants an die richtige Stelle geschafft.

„The Bus“ nennt sich nicht nur Simulation, es fühlt sich auch so an. Jede Taste, die ein echter Busfahrer in seinem Vehikel bedienen kann, ist auch für die Spielenden verfügbar. Fahrtrouten werden selbstständig in die Bedienkonsole eingetippt, Türen je nach Bedarf nur vorne oder hinten geöffnet und eine Rollstuhlrampe kann selbstständig ein- und ausgeklappt werden.

Die Stadt und ihre Hotspots erleben kann man dabei in einem eigenen Arcade-Modus auch ganz ohne Fahrgäste und aufwendiges Tastengedrücke. Alle Straßen der Fahrstrecken wurden originalgetreu nachgebaut. Trotz viel Realismus kann aber nicht jeder seine persönliche Adresse anfahren. „Dazu reichen die Ressourcen bei einem Team von zwölf Personen einfach nicht aus“, erzählt TML-Projektmanager Gil Salvado. Menschen, die in der Nähe der Strecken und Haltestellen leben, könnten aber durchaus ihre Wohnung finden.

Ebenfalls etwas aus der Zeit gefallen ist die TXL-Linie, mit der zu Beginn die Stadt befahren werden darf. Die wurde bekannterweise im vergangenen Jahr mit dem Flughafen Berlin Tegel eingestellt. In „The Bus“ lebt sie weiter, da man sich bei der Entwicklung auf das Berliner Stadtbild des Jahres 2018 geeinigt hatte. „Und außerdem kommt der Flughafen Tegel immer gut an. Unter den Linden, der Berliner Dom, die Strecke bildet Zentralberlin einfach sehr gut ab“, betont Produzent Fabian Boulegue von Aerosoft.

In Zukunft sollen aber auch die Linien 100 und 200 zur Verfügung stehen und nach und nach ein Straßennetz um den Tiergarten abbilden. Denn „The Bus“ startet am 25. März erst mal in eine Early-Access-Phase für den PC, das Spiel wird also kontinuierlich weiterentwickelt und mit neuen Bussen und Funktionen versorgt.

„The Bus“, Entwickler/Publisher: TML Studios/Aerosoft, Erscheinungsdatum: 25. März 2021 (Early Access).