Jedes Jahr werden etwa 16.000 neue Arten von Tieren und Pflanzen entdeckt. Das klingt großartig, ist aber eigentlich eine mickrige Ausbeute. Denn von den schätzungsweise 8 bis 10 Millionen Arten, die es auf der Erde gibt, sind erst 1,5 Millionen entdeckt. „Wir müssen das Tempo der Erfassung erhöhen, wenn wir herausfinden wollen, mit wem wir die Erde teilen“, sagt Michael Ohl vom Berliner Museum für Naturkunde.

Seine Ungeduld ist zu verstehen. Denn es ist nicht nur so, dass es mit dem jetzigen Tempo der Artentdeckung mehr als 400 Jahre dauern würde, bis alle Tiere und Pflanzen ihren Namen haben (siehe Grafik). Die Zeit drängt auch, weil die Natur zunehmend bedroht ist – durch den Klimawandel, Umweltgifte und andere Eingriffe des Menschen. „Wir haben es heutzutage mit einem gravierenden Artensterben zu tun. Viele Tiere sterben bereits aus, bevor sie entdeckt werden“, sagt Ohl.

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