Jeder glaubt sie heute zu kennen, unsere Erde. Die Formen Europas, Afrikas oder Amerikas sind einem vertraut, auch dank detaillierter moderner Weltkarten, die noch die allerletzte Inselgruppe abbilden. Sie haben das Weltbild der heutigen Generationen geprägt. Und diese schauen nachsichtig-mitleidig auf  ihr Vorgänger zurück.

Zum Beispiel auf  Ptolemäus, auf dessen um das Jahr 150 entstandener „Oikumene“-Karte die Welt nur von den Kanarischen Inseln bis zum heutigen Korea reichte. Im Süden endete sie an der Sahara, und im Norden lag irgendwo das dunkle unbekannte Skandinavien, damals Thule genannt. Aber auch viele Jahrhunderte später, als längst alle Kontinente entdeckt waren, blieben die Formen der Erdteile oft recht ungenau, weil man ja keinen Draufblick aus dem All auf sie hatte.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.