Die Bausteine des Fairphones können die Nutzer auch selbst austauschen.
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Das niederländische Unternehmen Fairphone hat sein neues Mobiltelefon Fairphone 3+ auf den Markt gebracht. Im Vergleich zum Vorgänger Fairphone 3 wurden die Kamera-Module sowie das Audio-System verbessert.

Der Clou: Besitzerinnen und Besitzer des Fairphone 3 können die verbesserten Module nachkaufen und selbst einsetzen, da die dritte Fairphone-Generation modular aufgebaut ist. Mit dem Hardware-Update lasse sich jedes Fairphone 3 problemlos auf das 3+ upgraden, wie das Unternehmen mitteilt. Dazu genügt ein mitgelieferter Schraubendreher.

Bei Bildschirm, Akku, Hauptprozessor und anderen Bauteilen hat sich beim Fairphone 3+ im Vergleich zum 3er-Modell nichts verändert. Im Fairphone 3+ steckt weiterhin ein Mittelklasse-Chip mit acht Kernen, der 632-Snapdragon-Prozessor von Qualcomm.

Die neuen Kamera-Module erhöhen allerdings die Auflösung der Hauptkamera von 12 auf 48 Megapixel (MP). Die Auflösung der Selfiekamera wurde verdoppelt, und zwar von 8 auf 16 MP. Dies verbessere die Foto- und Videoqualität erheblich, verspricht Fairphone.

Fairphone hat sich vorgenommen, möglichst viele Bauteile seiner Smartphones nachhaltig und unter menschenwürdigen Bedingungen produzieren zu lassen. Das betrifft zum einen die Fertigung des Smartphones. Weiterhin geht es um die Rohstoffe für die Geräte. Zu den verwendeten Materialien gehören nach Angaben des Unternehmens verantwortungsvoll und konfliktfrei gehandeltes Zinn und Wolfram, recyceltes Kupfer und Kunststoff sowie Fairtrade-Gold. Zuletzt hatte das Unternehmen eine Allianz mitbegründet, um den wichtigen Rohstoff Kobalt unter menschenwürdigen Bedingungen zu fördern.

Das neue Fairphone 3+ kostet 469 Euro und kann derzeit vorbestellt werden. Die neuen Kameramodule werden zusammen für knapp 95 Euro angeboten. Der Preis für das Audiomodul, das vor allem für eine bessere Sprachqualität sorgen soll, steht noch nicht fest. Ab dem 14. September 2020 seien die Neuprodukte europaweit erhältlich.