Berlin - Vor wenigen Tagen wurde im Auktionshaus Christie’s in New York ein Gemälde für 69 Millionen Dollar versteigert. Die Collage „Everydays – The First 5000 Days“ des Künstlers Mike Winkelmann, besser bekannt als Beeple, ist das drittteuerste Gemälde eines lebenden Künstlers. Wertvoller als ein Gerhard Richter oder Pablo Picasso. Doch das Kunstwerk existiert gar nicht physisch, sondern rein digital: Der neue Eigentümer hat lediglich eine Datei erworben. Genauer gesagt: ein non-fungible token, kurz NFT.

Dahinter verbirgt sich ein fälschungssicheres Zertifikat, das auf der Blockchain, einer Art öffentlichem Kassenregister, hinterlegt wird. Im Gegensatz zu Kryptowährungen wie Bitcoin sind die Tokens nicht austauschbar, sondern einzigartig (daher der Name non-fungible). Man kann es sich wie eine Pokémon-Karte oder ein personalisiertes Fußball-Ticket vorstellen. Statt eine Unterschrift auf ein physisches Gemälde zu kritzeln, wird eine digitale Signatur erstellt, die die Authentizität des Kunstwerks sicherstellt. Wie eine Urkunde.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.