Berlin - Stellen Sie sich vor, Sie sitzen zu Hause auf dem Sofa und tätigen eine Online-Überweisung. Während Sie auf Ihrem Smartphone oder Tablet nichtsahnend die Zugangsdaten zu Ihrem Online-Konto eingeben, zeichnet das Mikrofon in Ihrem Smartphone oder Smart-Speaker die Tippgeräusche auf. Am nächsten Tag ist das Konto leergeräumt. Was nach einem Science-Fiction-Szenario klingt, könnte schon bald Realität werden. Computerwissenschaftler der University of Cambridge zeigen in einer aktuellen Studie, wie sich mithilfe von Spracherkennungssystemen Smartphone-Geräusche entschlüsseln lassen.

Die Informatiker wollten in ihrem Experiment ein Szenario simulieren, bei dem ein Smart-Speaker das Tippen auf einem mobilen Endgerät aufzeichnet. Weil weder Google noch Amazon Dritten Zugang zu Audio-Rohdaten ihrer Netzwerklautsprecher gewähren, nutzten die Wissenschaftler einen ReSpeaker als Hardware, um Umgebungsgeräusche aufzuzeichnen. Das runde Gerät kommt mit seinen sechs Mikrofonen Amazon Echo recht nahe. Die Probanden sollten in dem Versuch einen fünfstelligen Code oder ein Wort aus dem englischen Wörterbuch auf drei verschiedenen Geräten abtippen: auf zwei Smartphones (Nokia 5.1, Huawei Mate 20 Pro) sowie einem Tablet (Nexus 9).

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