Berlin - Der Gesetzentwurf des Bundeskabinetts zur Novellierung des Urheberrechts weist kaum Überraschungen auf. Das liegt in der Natur der Sache: Schließlich hat die EU wesentliche Punkte der Reform vorgegeben. Und damit, dass die Bundesregierung die vom zuständigen Bundesjustizministerium definierten Bagatellgrenzen neu ziehen würde, bis zu denen automatische Sperren hochgeladener Inhalte unzulässig sind, war im politischen Berlin gerechnet worden.

Erstaunlich ist jedoch, wie unterschiedlich die Bundesregierung dabei die Genres Musik, Film und Texte behandelt hat: Die Bagatellgrenze für Musik strich sie um 25 Prozent von 20 auf 15 Sekunden, die für Film um 50 Prozent von 250 auf 125 Kilobyte und die für Texte um satte 84 Prozent von 1000 auf nur noch 160 Zeichen zusammen.

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