Sauen in konventioneller Haltung werden einer Studie zufolge systematisch mit Hormonen versorgt. So solle die Wirtschaftlichkeit der Landwirtschaftsbetriebe verbessert werden, berichtete das NDR-Fernsehen mit Verweis auf eine Studie im Auftrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND). „Mit den Hormonen werden die Sexualzyklen der Sauen gleichgeschaltet“, sagte Reinhild Benning, Landwirtschaftsexpertin beim Bund, der vor Umweltbelastungen warnt und ein Verbot der Hormone fordert.

Gefahr von Versorgungsengpässen

Die Präparate sollen demnach sicherstellen, dass die Sauen möglichst gleichzeitig trächtig werden und abferkeln. Außerdem sollen sie die Leistung der Sauen erhöhen. Durch Hormone könnten die Tiere etwa 16 statt der üblichen 12 bis 13 Ferkel bekommen. Sie haben aber normalerweise nur 14 Zitzen zur Ernährung der Jungtiere. Daher bestehe die Gefahr, dass Ferkel nicht versorgt werden können.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz bestätigte, dass Hormonpräparate zur „Brunstsynchronisation oder Geburtseinleitung“ eingesetzt werden. In der Sauenhaltung seien 26 hormonhaltige Präparate zugelassen. Sie müssten von einem Tierarzt verordnet werden. Der Grund müsse nicht unbedingt eine Erkrankung sein. (dpa)