Immer wieder fällt der Begriff Darknet im Zusammenhang mit Verbrechen. So soll auch der  Amokläufer aus München sich seine Waffe aus dem besorgt haben. Auch die Terroristen, die im November 2015 in Paris 133 Menschen getötet haben, sollen sich die Waffen aus der geheimen Internetwelt beschafft haben.

Doch was ist eigentlich das Darknet?

Das Internet und das World Wide Web sind eigentlich als offene Dienste konzipiert, in dem jeder mit jedem Daten austauschen kann. Im Darknet (Dunkles Netz) werden wie in einer Art Paralleluniversum abgeschirmte Verbindungen hergestellt, auf die man von außen nicht ohne weiteres zugreifen kann. In der Regel benötigt man eine Einladung, um Zugang zu einem Darknet zu erhalten.

Wie hat sich das Darknet entwickelt?

Traditionell gibt es eine enge Verbindung zwischen illegalen Tauschbörsen und dem Darknet. Dort werden heute auch gestohlene Zugänge zu Videodiensten wie Netflix und Amazon, aber auch erbeutete Kreditkartenummern oder PayPal-Zugänge offeriert. Razzien zeigen aber auch, dass es in dem abgelegen Winkel des Internet auch um gravierende Straftaten wie illegalen Drogen- oder Waffenhandel geht.

Wie funktioniert das technisch?

Für den Zugriff auf das „Netz der Finsternis” verwenden viele Anwender das Tor-Netz. Tor wird allerdings auch von denjenigen benutzt, die ein völlig legitimes Interesse an einer geschützten Kommunikation haben, etwa Menschenrechtsaktivisten oder User in Unrechtsstaaten. Tor steht für „The Onion Router” und wird als freie offene Software angeboten, mit der man sich einen verschlungenen Weg durch Tausende Computer von Freiwilligen suchen kann. Die Daten werden von einer Verschlüsselung nach der anderen umhüllt und wieder befreit, daher der Namensvergleich mit der Zwiebel (Onion). Überwacher können kaum rekonstruieren, woher der Aufruf einer bestimmten Website stammte. (red/dpa)