Die Zahlen: In Deutschland gibt es laut der letzten Bundesstatistik von 2012 etwa 5 400 Privatschulen, darunter 3 370 allgemeinbildende, der Rest berufsbildende. Das bedeutet, dass inzwischen knapp jede achte Schule in Deutschland eine Privatschule ist, zusammen unterrrichten sie rund eine Million Schüler. Und sie wachsen in raschem Takt: Allein in den Jahren bis 2008 bis 2011 wuchs die Schülerzahl um fast vier Prozent auf heute fast eine Million von bundesweit 11,5 Millionen Schülern. Die höchsten Anteile mit 11,3 und 10,7 Prozent finden sich in Bayern und Hamburg, die geringsten in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit noch recht weit hinten. Zum Vergleich: In Frankreich besuchen 18 Prozent und in Spanien mehr als 30 Prozent der Schüler private Einrichtungen.

Die Gründe der Eltern: Mit dem erhöhten Zulauf zu den Privatschulen geht einher, dass sich das Image der öffentlichen Schulen verschlechtert hat, sagt Thomas Koinzer, Leiter der Arbeitsstelle Privatschulforschung an der der Humboldt-Universität. Die vielen Reformen und Meldungen über Gewaclt verunsicherten viele Eltern. „Weil sie für eine Privatschule Geld zahlen müssen, hoffen Sie darauf, dass dort auch ein besseres Umfeld geboten wird.“

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