Beam me up, Scotty!“ Ertönt in Star-Trek-Filmen dieser Befehl, werden Menschen zwischen Raumschiffen hin und her teleportiert. In der Physik gibt es das Beamen tatsächlich – allerdings nicht von Dingen oder gar Lebewesen, sondern lediglich von bestimmten Teilcheneigenschaften in der Quantenwelt. So lässt sich der Schwingungszustand eines Lichtteilchens über mehrere Kilometer auf ein anderes übertragen, ohne dass es dafür irgendeine Art von Sendekanal bräuchte. Es handelt sich um eines der seltsamsten Phänomene der Quantenphysik.

1997 gelang es dem österreichischen Physiker Anton Zeilinger erstmals ein Lichtquant zu „beamen“: Genau gesagt teleportierte er die Eigenschaften des Lichtteilchens einmal quer über den Labortisch – und zwar ohne jeden Zeitverzug. Das Experiment faszinierte Laien wie Fachleute. Die einen fühlten sich an das Beamen wie beim Raumschiff Enterprise erinnert, die anderen erahnten Perspektiven für die Telekommunikation. Nun präsentieren zwei Forscherteams in der Fachzeitschrift Nature Photonics einen weiteren Meilenstein: Physikern aus China und Kanada gelang die Quantenteleportation in öffentlichen Glasfasernetzen. So rückt die Anwendung ein Stück näher.

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