Ursprünglich wollte Robert eine akademische Laufbahn einschlagen. Stattdessen ist er Schamane geworden. „Ich bin eigentlich nur von der Theorie auf die Praxis umgestiegen“, sagt der 42-Jährige und lacht: „Aber in meinem Fach macht das einen gewaltigen Unterschied.“

Der gebürtige Taiwanese hatte medizinische Anthropologie an der Brunel-Universität in London studiert. Doch eine Reise in den Regenwald sollte alles verändern. Bei einer Recherchereise zu einem Indio-Stamm in Peru nahm er an einer Ayahuasca-Zeremonie teil. Ayahuasca ist ein Trank: gebraut aus der Lianenpflanze Banisteriopsis caapi und den Blättern des Kaffeestrauchgewächses Psychotria viridis. Die Blätter enthalten Dimethyltryptamin, ein halluzinogenes Alkaloid, das in Kombination mit der Liane zu starken Halluzinationen und bewusstseinserweiternden, teils religiösen Einsichten führt. Der Begriff Ayahuasca stammt aus der indigenen Sprache Quechua und bedeutet „Liane der Geister und Toten“ oder „Ranke der Seelen“.

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