Berlin - Ein unbestrittenes Highlight der Internationalen Funkausstellung 2014 ist die Datenbrille Gear VR von Samsung. Das Gerät bringt virtuelle Realitäten ins Wohnzimmer. Wer die Brille aufsetzt, fühlt sich augenblicklich an einem anderen Ort versetzt. Die ersten Demoversionen sind beeindruckend.

Eigentlich fühlt sich der Nutzer nicht nur an einen anderen Ort versetzt, sondern in einen anderen Raum. Denn mit der Brille auf dem Kopf ist der User frei beweglich. Ein Blick nach links oder rechts, nach oben oder unten, nach vorn oder nach hinten: Die Gear VR stellt den kompletten Raum dar. Man kann auf einem Berg stehen und den Rundumblick genießen. In einem Zimmer kann man jede Ecke erkunden. Es fühlt sich wie echt an.

Für Videospiele wird diese Technik vermutlich schnell das Maß aller Dinge. Noch analysiert die Gear VR allerdings nur die Bewegung des Kopfes. Eine Erkennung von Arm- und Handbewegungen fehlt. Spiele werden mit einem Gamepad gesteuert. Die Gear VR ist aber nicht nur zum Spielen geeignet. Sie bietet auch ein neuartiges Filmerlebnis. Wer auf dem Sofa ein Konzert erlebt, fühlt sich mit der Gear VR inmitten der Zuschauermenge.

Echte Konkurrenz für Flachbildfernseher

Das Gerät selbst ist dabei nur eine Halterung für ein Smartphone. Denn Bilder und Ton liefert das neue Galaxy Note 4, das einfach aufgesteckt und per USB verbunden wird. Für die Bedienung gibt es einen Home-Button, ein kleines Touchpad und Lautstärke-Wippen an der Seite der Gear VR. Denn das Touchdisplay des Smartphones fällt zur Steuerung natürlich aus, wenn man es genau vor der Nase hat.

Diese Brille ist auch eine echte Konkurrenz für die riesigen, konkav geformten Ultra-HD-Fernseher, die auf der Ifa präsentiert werden. Denn so groß wie der Raum, den die Gear VR vor den Augen des Zuschauers aufspannt, kann kein Fernseher der Welt sein.