Habe ich’s? Oder habe ich’s nicht. Bei der Antwort kann die Corona-App helfen.
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BerlinDie Charité bietet ab sofort eine App als Entscheidungshilfe an. Ist ein Test auf das neue Coronavirus nötig? Muss ich zum Arzt, soll ich vorsorglich zu Hause bleiben? Die „CovAPP“ soll helfen, die stark ausgelasteten Untersuchungsstellen zu entlasten.

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Zu große Erwartungen habe ich hinsichtlich einer möglichen Diagnostik nicht. Die Charité teilt mit, Nutzer erhielten lediglich Handlungsempfehlungen, wenn sie online einen Fragebogen beantworten. Die Antworten aus dem Fragebogen können durch einen QR-Code an die Charité übermittelt werden. Auch so sollen Abläufe optimiert werden. Die „CovApp“ ist browserbasiert und über die Adresse https://covapp.charite.de/ zu erreichen.

Was bedeutet „enger Kontakt“?

Ich klicke auf den gelben Button, fünf Minuten soll das Ganze dauern. Nach den obligatorischen Fragen nach Alter und Wohnsituation geht es um meine Reisen in den letzten Wochen. Ich bin zwar innerhalb Deutschlands verreist, aber nicht in eines der ausgewiesenen Risikogebiete. Bis hierher fühle ich mich auf der sicheren Seite.

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Weiter geht es mit Fragen nach Kontakt zu Verdachtsfällen oder bestätigten Corona-Fällen. Enger Kontakt, so lerne ich, heißt: Kontakt von Angesicht zu Angesicht länger als 15 Minuten, direkter, physischer Kontakt mit Berührung, Händeschütteln, Küssen. Auch wer länger als 15 Minuten direkt neben einer infizierten Person verbracht hat oder sogar Körperflüssigkeiten austauschte oder in einer Wohnung zusammenlebt, ist in engem Kontakt gewesen.

Auch hier habe ich keine konkreten Befürchtungen, ich weiß von niemandem in meinem direkten Umfeld infiziert ist.

Ergebnis: „Melden Sie sich“

Schnell sind nun die Fragen nach Symptomen durchgeklickt. Fieber? Nein. Schlapp, Husten, Schnupfen, Schüttelfrost, schneller außer Atem als sonst? Ein bisschen von allem, wie bei einer normalen Erkältung halt, denke ich und platziere hier einen Klick bei „Ja“. Gefragt nach Vorerkrankungen passe ich. Auch bei Schwangerschaft, Cortison-Einnahme und Grippeimpfung muss ich verneinen. In weniger als fünf Minuten ist der Test erledigt und ich erschrecke beim Ergebnis. „Melden Sie sich“ steht da. Ich soll bei der Hotline der Senatsgesundheitsverwaltung (Tel. 030/9028 28 28) oder dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel: 116 117) anrufen oder mich in einer der Untersuchungsstellen vorstellen.

„Wenn Sie das Haus verlassen, halten Sie ausreichend Abstand (mindestens zwei Meter) zu anderen Personen, fassen Sie möglichst nichts an und achten Sie auf die Regeln für richtiges Husten und Niesen“, rät mir die App weiter.  

Die App ist in Kooperation mit der gemeinnützigen Potsdamer Organisation Data4Life entwickelt worden. Sie wird von der Hasso-Plattner-Stiftung finanziert.