Ranan Lachman steht inmitten von Hunderttausenden Legoklötzchen. Sie sind in roten Netzbeuteln einsortiert, die überall in den eng aufgestellten Regalen einer Garage in San José liegen, mitten im Silicon Valley. Lachman war Wall-Street-Banker, nun verschickt er die Netzbeutel mit Legoklötzchen. Pley nennt sich sein Start-up, es ist ein Lego-Abo-Dienst. Anstatt die teuren Lego-Sets zu kaufen, können Eltern sie zu einem Bruchteil der Kosten abonnieren. Sobald sie ein Set zurückschicken, bekommen sie das nächste, das sie sich gewünscht haben.

Lachman hat dafür ein patentiertes System entwickelt, mit dem sich Lego-Sets in weniger als zweieinhalb Minuten nach dem Eingang wieder verschicken lassen: Ein Scanner kontrolliert, dass sie vollständig sind, dann kommen sie in eine Spezialwaschmaschine, dort werden sie unter hohen Temperaturen steril gereinigt, in Pakete gesteckt – und gehen wieder raus. 75.000 Lego-Sets hat Lachman verschickt, mehr als zehntausend Abonnenten hat er bereits. Zehntausend Kinder, die überzeugt werden konnten, dass sie mehr davon haben, ihre Legos an andere Kinder weiterzugeben als sie zu behalten. Sie selbst bekommen dann ja auch neue.

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