Berlin - Ein internationales Astronomenteam hat jüngst die Entdeckung einer Spiralgalaxie bekannt gegeben. Angesichts von schätzungsweise hundert Milliarden Galaxien, die es im für uns beobachtbaren Universum, gibt, erscheint diese Meldung nicht gerade spektakulär. Dennoch hatte sie es in sich: Das Sternsystem mit der schlichten Bezeichnung ALESS 073.1 existierte bereits 1,2 Milliarden Jahre nach dem Urknall und besaß bereits alle Eigenschaften, wie man sie beispielsweise von der Milchstraße her kennt.

„Diese Galaxie sieht wie eine Erwachsene aus, sollte aber eigentlich ein kleines Kind sein“, kommentiert Teamleiter Federico Lelli von der Cardiff University in Wales den Fund. Und sein Kollege Timothy Davis ergänzt: „Diese spektakuläre Entdeckung stellt unser derzeitiges Verständnis davon, wie sich Galaxien bilden, infrage.“ Dabei ist ALESS 073.1 keine Ausnahme. Im vergangenen Jahr entdeckten Astronomen weitere große Spiralgalaxien im jungen Universum. Sie erfordern neue Szenarien für die Entstehung dieser Welteninseln.

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