Massereiche Sterne erzeugen auch schon vor ihrem Lebensende Eisen-60 und lassen es mit dem Sternwind ins All hinaustreiben. Im Zentrum dieses „Blasennebels“ NGC7635 befindet sich ein massereicher Stern, der mit seinem Teilchenwind eine Gashülle erzeugt hat. Sie besitzt einen Durchmesser von 7 Lichtjahren und ist 7100 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Foto: NASA, ESA, Hubble Heritage Team, STScI/AURA

Berlin/Dresden - Jedes Jahr rieseln mehrere Tausend Tonnen kosmischen Staubs auf die Erde. Die meisten dieser winzigen Teilchen stammen von Asteroiden und Kometen unseres Sonnensystems. Ein kleiner Teil kommt jedoch von fernen Sternen zu uns. Er verrät sich durch eine Zutat, die es auf der Erde nicht gibt: das Isotop Eisen-60, eine Variante des Elements Eisen. Jetzt gelang es einem Forscherteam um Anton Wallner vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), solchen Sternenstaub in Tiefsee-Sedimenten aufzuspüren. Dessen Herkunft gibt Rätsel auf, berichten sie im Fachmagazin PNAS.

Der Fundort liegt in 4200 Metern Tiefe im Südostindischen Becken, rund tausend Kilometer vor der Südwestspitze Australiens. In einem dieser meterlangen Bohrkerne von der Antarctic Marine Geology Research Facility der Florida State University fanden Forscher schon vor einigen Jahren Eisen-60. Was macht gerade dieses Isotop so interessant?

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.