Ein Lungenarzt hält die Republik in Atem. Der Pneumologie-Professor Dieter Köhler hat vor vier Wochen ein von mehr als 100 Fachkollegen unterzeichnetes Statement veröffentlicht, in dem er die  Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide anzweifelt. Er fordert eine Neubewertung der Studien  und die Aussetzung der Grenzwerte. Mit etwas Anlaufzeit hat sich die Wissenschaftsgemeinde geballt gegen diese Sicht verwahrt. Es wurden  Expertisen veröffentlicht, die Nationalakademie Leopoldina hat eine Arbeitsgruppe einberufen, man verweist  auf Positionspapiere und das Wissen aus mehr als 70.000 Studien. Sogar Rechenfehler wurden entdeckt. Doch der Mann ist unbeirrbar. „Er wird sehr wahrscheinlich nicht von seiner Position abrücken“, sagt der Medizinprofessor Holger Schulz vom Helmholtz-Zentrum München, der Köhler schon lange kennt und viel mit ihm diskutiert hat.

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