Offene WLAN-Zugänge in Cafés oder Flughäfen bieten den Vorteil, dass man sich einfach mit seinem Smartphone, Tablet oder Laptop ins Internet einloggen kann, ohne für die Datenverbindung zu bezahlen. Allerdings sind offene WLAN-Hotspots zugleich deutlich unsicherer als die Nutzung des WLAN-Netzwerks zu Hause. Es drohen Schadprogramme und Identitätsklau. Daher sollten unbedingt einige Sicherheitsregeln beachtet werden.

1. Auf Verschlüsselung achten

Bei den meisten Hotspots läuft die Kommunikation mit dem Hotspot komplett unverschlüsselt ab. Dies bedeutet: Potenzielle Angreifer können alles im Klartext mitlesen und Passwörter leicht abgreifen. Sie sollten daher unbedingt darauf achten, dass Sie zu Websites eine verschlüsselte Verbindungen aufbauen, bei der „https“ in den Browser-Zeile steht. Es wird dann zudem ein Schlosssymbol in der Browser-Zeile angezeigt. Allerdings können solche verschlüsselten Verbindungen auch vorgetäuscht werden. Vertrauliche Daten sollten daher am besten ohne VPN-Netzwerk nicht abgerufen werden.

2. VPN-Netzwerk nutzen

Ein VPN-Netzwerk, also ein Virtual Private Network, bietet eine verschlüsselte Verbindung für sämtliche übertragenen Daten, so dass Dritte Ihre Daten nicht mitlesen können. Viele Arbeitgeber bieten dies für die sichere Anbindung externer Mitarbeiter an. Es gibt auch kommerzielle Anbieter für Privatpersonen. Von Sicherheitsexperten empfohlen wird etwa iPredator.se (Sechs Euro im Monat). Der Anbieter Hotspot Shield ist nach eigenen Angaben der meistgenutzte VPN-Dienst (ab 1,80 Euro im Monat).

3. Datei- und Ordnerfreigaben deaktivieren

Bei Windows geht dies unter „Netzwerk und Freigabecenter“, bei Macs unter der Systemeinstellung „Freigaben.“ Firewalls sollten eingeschaltet werden.

4. Automatische Anmeldung an bekannten Hotspots deaktivieren

Den Namen seines WLANs kann ein Betreiber frei wählen. Auch Angreifer können daher einfach ihr WLAN „Telekom“ oder „Free Wifi“ nennen, und dann darauf warten, dass sich Smartphones einbuchen. So können sie zum einen die Zugangsdaten abgreifen, die Ihr Gerät für WLANs mit dem Namen abgespeichert hat und zugleich den gesamten Datenverkehr mitlesen.

5. Schalten Sie das WLAN aus, wenn Sie es nicht nutzen.

Ganz einfach: Ein abgeschaltetes WLAN bietet keine Angriffsfläche – und der Akku hält auch länger.