Jährlich sind 200 000 Kinder in Deutschland von Trennungen betroffen. 90 Prozent leben anschließend bei der Mutter, jedes dritte Trennungskind verliert den Kontakt zum Vater. Dass Kinder unter Trennungen psychisch, gesundheitlich und sozial leiden, haben diverse Studien belegt. Vieles deutet nun aber darauf hin, dass Jungen stärker und negativer reagieren als Mädchen.
„Trennungsbedingte Risiken scheinen für Jungen besonders hoch zu sein“, sagte der Düsseldorfer Psychotherapeut Matthias Franz jüngst auf einem „Männerkongress“ am Uniklinikum Düsseldorf. Die Abwesenheit des Vaters habe lebenslange Folgen für die Gesundheit und den sozialen Erfolg. Jungen durchliefen in den ersten sechs Lebensjahren eine komplexere, störanfälligere Identitätsentwicklung. Franz nannte eine Reihe Studien, die in diese Richtung weisen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.