Meistens wird das Internet oder eine App zur Hilfe genutzt.
Foto: imago images

BerlinAngeblich nutzen viele Menschen die Zeit momentan zur Selbstoptimierung. Trotz geschlossener Fitnessstudios treiben sie mehr Sport, lesen die seit langem vorwurfsvoll im Regal ausharrenden Bücher, ernähren sich gesünder, sind mehr bei sich, misten Schränke aus und nehmen den Tisch in Angriff, der schon so lang wackelt. Ob für Fitness oder Heimwerken, meist kann das Internet oder eine App beim Optimieren helfen.

Die Digitalisierung hält nun Einzug ins Privatleben selbst derer, die damit bislang wenig anfangen konnten oder wollten. Videokonferenzen sind selbstverständlich, auch wenn wir alle dafür vier verschiedene Chatprogramme installieren müssen, weil jeder, mit dem man konferiert, ein anderes nutzt. Den Überfluss, den wir eben aus dem Kleiderschrank entfernt haben, laden wir uns jetzt auf Tablets und Computer.

Digitalisierung hält Einzug ins Privatleben

Zu den Videochats kommt immer irgendjemand zu spät oder gar nicht, weil die Technik nicht mitspielt. Neulich war eine Teilnehmerin nur zu hören, der rechteckige Bildschirmausschnitt, auf dem sie zu sehen sein sollte, strahlte rosafarben. Es stellte sich heraus, dass ihre Kamera zum Schutz vor Hackern mit einem Aufkleber abgedeckt war. Endlich eine gute Nachricht: Manche Probleme lassen sich einfach abziehen.

Wer nach der Konferenz einen Blumenkasten bepflanzt, kann erahnen, dass Technologien noch zu spärlich eingesetzt werden: Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht der Lieferwagen eines Getränkelieferanten. Als der ein paar Minuten später wieder weg ist, stehen zwei weitere Wagen der gleichen Firma in der Straße.

Innerhalb weniger Minuten hat ein und derselbe Anbieter in der identischen Straße Getränke ausgeliefert – mit drei verschiedenen Fahrern in drei verschiedenen Fahrzeugen. Hier ist tatsächlich mal Optimierungspotenzial vorhanden. Das sollte doch möglich sein, wenn demnächst eine App maßgeblich dazu beiträgt, ein Virus in Schach zu halten.