Ring Doorbell Pro
Quelle Imago Images / ZUMA Press

Der Antivirus-Software-Hersteller Bitdefender hat eine Schwachstelle in der populären Amazon Smart-Türklingel „Ring Video Doorbell Pro“ identifiziert. Das teilte Bitdefener in einem so genannten White Paper mit, in dem der Fall ausführlich beschrieben wird.

Die Sicherheitslücke ermöglichte es Angreifern, die sich physisch in der Nähe der Türklingeln befanden, das Passwort des Heimnetzes im Klartext auszulesen. Dazu musste ein Angreifer über spezielle Technik eine Neukonfiguration des Geräts erzwingen.

Bitdefender hatte im Juni um einen vertraulichen und verschlüsselten Kontakt zu Amazon gebeten, um auf das Sicherheitsproblem aufmerksam zu machen. Nach einigem Hin und Her ist nach Aussage des Herstellers Anfang September ein automatisches Update auf die Geräte gespielt worden, mit dem das Problem behoben worden sei.

In den USA: Kritik wegen Kooperation mit Polizeibehörden

Ring war 2018 durch den US-amerikanischen Onlinehändler Amazon erworben worden. Im August hatte u.a. der Guardian über eine umfängliche Zusammenarbeit zwischen Ring und amerikanischen Polizeibehörden berichtet. Ring bietet diesen Zugriff in den Vereinigten Staaten auf die Kameradaten. Auf diese Weise soll die Polizei schneller in die Lage versetzt werden, Straftaten aufzuklären. Kritiker in den Vereinigten Staaten befürchten eine Privatisierung von Sicherheitstechnik.


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