Berlin - Als vor knapp zwei Jahren das EU-Parlament eine Reform des europäischen Urheberrechts beschloss, war vor allem in Deutschland die Aufregung groß. Netzaktivisten, aber auch sehr viele sonst eher unpolitische junge Leute sahen durch das Reformwerk die Netzkultur bedroht. Sie fürchteten, durch den Einsatz sogenannter Uploadfilter, die automatisch Texte, Töne und Bilder herausfiltern, die aus urheberrechtlicher Sicht irgendwie bedenklich sein könnten, würde das Internet veröden, weil man kaum etwas hochladen könne.

Die Proteste entwickelten eine solche Wucht, dass die Bundesregierung versprach, bei der Umsetzung der Reform in deutsches Recht eine Lösung zu finden, die den Einsatz von Uploadfiltern ausschließt. Am Mittwoch hat die Bundesregierung nun einen Gesetzentwurf zum Urheberrecht verabschiedet. Es ist die größte Reform auf diesem Gebiet seit zwei Jahrzehnten.

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