Im Anfang war das Universum wüst und ziemlich leer. Nur kalte Gaswolken drifteten durch den Raum. Kein Lichtstrahl durchdrang das Dunkel, denn noch schien im ganzen All kein Stern. Dann aber flammten die himmlischen Leuchtfeuer nacheinander auf, wie Kerzen an einem kosmischen Kandelaber. Stern um Stern bildete sich – es ward Licht im Universum. Die Gasmassen hatten sich mancherorts zu Klumpen verdichtet, die sich unter dem Sog der Gravitation immer weiter zusammenballten und dabei aufheizten. Schließlich war die „Zündtemperatur“ erreicht – erste Kernfusionsreaktionen begannen. Die Gasbälle strahlten die frei werdende Energie in Form von Photonen ab, die von da an das All mit Licht und Wärme erfüllten.

Auch auf größeren Skalen kollabierten Gaswolken. Aus diesen Gebilden formierten sich kleine Urgalaxien. Viele von ihnen kollidierten, verschmolzen miteinander und gewannen so an Masse. Auf diese Weise entwickelten sich die Spiralgalaxien, zu denen auch unsere Milchstraße zählt. Sie dürfte Computersimulationen zufolge aus rund einer Million solcher Zwerggalaxien hervorgegangen sein. Die meisten der riesigen elliptischen Galaxien, die oft in den Zentren von Galaxienhaufen stehen, entstanden erst in einem späteren Stadium durch Zusammenstöße von Spiralnebeln. Ein Teil von ihnen wuchs aber von vornherein zu riesigen Sternenklumpen heran. Diese Prozesse begannen bereits wenige Dutzend bis 100 Millionen Jahre nach dem Urknall, der vor 13,8 Milliarden Jahren stattfand.

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