San Francisco - Männliche Mäuse quieken nicht nur, sie singen, um Weibchen zu betören. Die für Menschen unhörbaren Ultraschallgesänge können sie variieren - und von mitsingenden Konkurrenten lernen, berichten amerikanische Wissenschaftler im Fachjournal „PLOS One“. Damit gehörten die kleinen Nager zu der sehr kleinen Gruppe der „Lautlerner“ im Tierreich. Außer dem Menschen können dies nur wenige Säugetier- und Vogelfamilien.

Erich Jarvis und Gustavo Arriaga von der Duke Universität in Durham (USA) untersuchten die Gen-Aktivität bei singenden Mäusen. Die Mausmännchen stellten eine Verbindung zwischen dem Lautzentrum ihres Gehirns und dem sogenannten frontalen Kortex her, schreiben die Forscher. Ähnlich sei dies auch beim Menschen der Fall. (dpa)