Berlin - Der Videoassistent sollte alles einfacher machen im deutschen Fußball. Handspiel im Strafraum, Schwalbe oder Foul, brutales Nachtreten  oder doch nur ein Missgeschick - in solchen Momenten sollte die digitale Technik helfen, die in Sekundenbruchteilen getroffene Entscheidung des Schiedsrichters zu korrigieren oder zu bestätigen. In der Saison 2017/2018 wurde der Videobeweis – oder genauer der Video Assistant Referee  (VAR) – in der Bundesliga eingeführt. Obwohl es keine Eindeutigkeit bei der Interpretation der Videobilder gibt, scheinen die Funktionäre jetzt weitere Technik einsetzen zu wollen.

Neben den elektronischen Bildern stehen den Videoassistenten bisher weitere technische Hilfsmittel wie die Torlinientechnologie („Hawk Eye“) oder die kalibrierte Abseitslinie zur Verfügung, die mithilfe einer Bildverarbeitungssoftware aus verschiedenen Kamerawinkeln errechnet wird. Aber auch daran gibt es Kritik. Vor allem die kalibrierte Abseitslinie ist umstritten. Denn die Frage ist, wo genau man die Linie beim Passempfänger zieht und wie groß der Toleranzbereich ist. „Wenn du eine große Nase hast, bist du heutzutage im Abseits“, kritisierte Aleksander Ceferin, Präsident der europäischen Fußballunion (Uefa). Das Problem: Wenn die Ballabgabe zwischen zwei Bildern (sogenannten Frames) liegt, sind Ungenauigkeiten möglich.

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