Berlin - Posen in Reizunterwäsche, mal mit gespreizten Beinen, mal mit den Händen auf ihren Brüsten – Bilder, die Rebecca Baden als 15-Jährige mit dem Selbstauslöser von sich geschossen hatte. Eigentlich waren sie für ihren damaligen Freund bestimmt. Per Bluetooth schickte sie ihm die Bilder zu, doch er wollte sie nicht, löschte sie von seinem Handy. Der Grund: Er befürchtete, sie könnten im Netz landen. Und so kam es auch. Die Bilder verbreiteten sich erst unter ihren Mitschülern, später weiter im Internet. Schuld waren zwei Klassenkameraden, die Rebecca Badens Handy in einer Pause unbemerkt aus ihrer Handtasche genommen hatten und sich die Bilder zuschickten – danach geriet alles außer Kontrolle.  

„Ich weiß noch, dass da dieses Ohnmachtsgefühl war“, erzählt Baden 15 Jahre später. Heute arbeitet die 29-Jährige als Journalistin in Berlin. „Ich wusste damals nicht: Wo sind die Bilder? Wer hat sie gesehen? Was kann ich tun? Ich hatte auch ein schlechtes Gewissen, weil mein damaliger Freund mir noch gesagt hatte, dass es nicht die beste Idee war, die Fotos auf dem Handy zu behalten“. 

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