Konkurrenz für Hollywood: Robert de Niro spielt in „The Irishman“ (Netflix) mit.
Foto: Netflix

New York City - Es sei doch erstaunlich, sagt Schauspieler Billy Crudup in einer New Yorker Szenebar, wie die ganze Welt des Fernsehens in so wenigen Jahren so tief gefallen sei. „Boom, bang – Licht aus!“

Er nippt am Whisky. „Es sei denn, wir erfinden sie neu.“ Crudup spielt in der von Apple produzierten Hochglanzserie „The Morning Show“ den Chef des fiktiven US-Nachrichtenkanals UBA. Die Szene ist ein ironischer Seitenhieb auf die eigene Branche: Die alte TV-Welt stirbt – und globale Milliardenkonzerne wollen sie neu erfinden.

Da verschmelzen Fiktion und Realität – denn es ist das Unternehmen Apple selbst, das zum weißen Ritter des Fernsehens werden möchte. Der TV-Markt steht vor einem massiven Umbruch. Schon wieder. Vor wenigen Tagen erst hat Apple in 100 Ländern, darunter Deutschland, seinen Streamingdienst AppleTV+, gestartet – mit überschaubarem Angebot, aber um so größeren Ambitionen.

Diesen Dienstag startet  der Disney-Konzern in den USA sein Angebot Disney+. Im Frühjahr 2020 kommt Disney+ nach Deutschland. Weitere US-Streamingdienste stehen in den Startlöchern.

Das private lineare Fernsehen kämpft ums Überleben – Streaming ist das Modell der Zukunft. Zu bequem, zu reichhaltig ist das Angebot.

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