Berlin - Heute kaum vorstellbar, war Berlin-Kreuzberg neben Bletchley Park bei London (UK) und Los Alamos in New Mexico (USA) der Startpunkt einer Entwicklung, die zur digitalisierten Welt führte, wie wir sie heute kennen. Neben Alan Turing bei den Briten oder John von Neuman, einem emigrierten ungarischen Mathematiker in den USA, entwickelte der Berliner Konrad Zuse den ersten funktionierenden Digitalrechner der Welt. Denn an Wagemut hat es Konrad Zuse nicht gefehlt.

Als Statiker bei den Henschel Flugzeugwerken in Berlin hatte er eine feste Anstellung, was Anfang der 30er-Jahre in Deutschland keine Selbstverständlichkeit war. Doch die immer wiederkehrenden Statiker-Berechnungen langweilten den studierten Maschinenbauer und Bauingenieur so sehr, dass er 1935 den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Im Wohnzimmer seiner Eltern entwickelte er eine Rechenmaschine, die langwierige Berechnungen automatisch erledigen sollte. Es war der Vorläufer des ersten Digitalrechners weltweit. Dieser erste funktionsfähige Rechner, die Z3, wurde vor genau 80 Jahren – am 12. Mai 1941 – erstmals in Betrieb genommen. Doch der Reihe nach.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.